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Brasilien - Wohnhäuser für Straßenkinder
Straßenkinder leben in Brasilien gefährlich. Sie sind den reichen Bewohnern von Rio, den Geschäftsleuten und den Reisegesellschaften ein Dorn im Auge. Sie passen nicht in die Stadt. Sie werden überall verjagt, verfolgt. Todesschwadronen kassieren Prämien dafür, dass sie Straßenkinder erschießen. Im Juli 1993 wurden vor der Kathedrale "Candelaria" mitten in Rio acht Straßenkinder im Schlaf von einer Todesschwadron, zum Teil aus Polizisten bestehend, erschossen. Dieser Mord rief zwar weltweit Empörung hervor, aber das Töten geht weiter.
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Die brasilianische Avicres nahm diese schrecklichen Morde zum Anlass, sich der Straßenkinderproblematik anzunehmen. Ca. 100 verlassene und misshandelte (Straßen-)Kinder im Alter zwischen 3 und 18 Jahren wohnen mit Erzieherinnen und Erziehern in vier altersspezifischen Wohnhäusern, in denen sie menschenwürdig leben können. |
Tagsüber besuchen sie die ortsansässigen Schulen und erfahren darüber hinaus Unterricht in den eigenen Heimen. Als Jugendliche haben sie die Möglichkeit, in den Projekten der Avicres ausgebildet zu werden und dadurch eine berufliche Perspektive zu erhalten (siehe auch Aus-und Weiterbildungsmöglichkeiten mit Kolping). |
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